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Vortrag "Wenn zwei nicht genug sind - Offene, polyamore und neu definierte, alternative Beziehungsmodelle in der Paartherapie" im Rahmen der Paartagung

Nach wie vor wird das Ideal der romantischen Liebe hoch gehalten. Die Idee die eine Person zu finden mit der es sich bis ans Lebensende glücklich und auch sexuell erfüllt leben lässt, wird allerdings nur all zu oft enttäuscht. Es entsteht der Wunsch auch mit anderen Personen Sexualität zu erleben.

Während in früheren Zeiten die gesellschaftliche Moral sehr genau vorgab wie wir zu leben haben, so sind wir heute gefordert eigene Definitionen für unser Zusammenleben zu finden.

Ulrich Clement meint dazu: „Was sich in der Postmoderne zeigt ist weder das Geforderte noch das Gewünschte noch das Verbotene noch das Gebotene – es ist ausschließlich das Mögliche.“

Erlaubt ist alles, solange alle Beteiligten erwachsen, eigenberechtigt und freiwillig bei der Sache sind. Referenzsysteme für Beziehungen existieren zunehmend nicht mehr. So ist es in modernen Gesellschaften wie der unseren möglich als Single zu leben, in einer monogamen Paarbeziehung, in polyamoren Beziehungen oder in einer ganz individuellen und neu zu definierenden Beziehungsform. Nicht mehr Konvention oder Geschlecht stehen im Vordergrund sondern persönliche Vorlieben.

Neben dem Vorstellen unterschiedlicher Beziehungsmodelle wird in diesem Workshop erarbeitet, wie wir in der Therapie und Beratung Paare dabei begleiten können ihre Beziehung neu zu definieren und zu gestalten. Ebenso bleibt genügend Raum für konkrete Fragen, Diskussion und Austausch.

Samstag, 29.04.2023 10:30 bis 12:00