Brigitte Moshammer-Peter schwerpunkte

Sexualtherapie

Schon seit langem ist erwiesen, dass ein lustvolles und ausgeglichenes Sexualleben die Gesundheit von Körper und Seele positiv beeinflusst. So werden beispielsweise Kopfschmerzen verringert, Herz und Kreislauf gekräftigt, Stress abgebaut und das Immunsystem gestärkt. Darüber hinaus werden beim Sex die bekanntermaßen stimmungsaufhellenden Endorphine ausgeschüttet. Durch den Orgasmus-Stoff Oxytocin, der uns entspannter und tiefer schlafen lässt, wirkt sich Sex auch positiv auf das Schlafverhalten aus. Leider ist es vielen Menschen nicht möglich, ein erfülltes Sexualleben zu führen. Viele Betroffene - Frauen und Männer - verzichten aus Scham oder Angst auf eine gründliche Abklärung ihres Problems. So bleiben sie oft über viele Jahre, manchmal sogar das Leben lang, unbehandelt.

Sexualstörungen bei Frauen

Frauen leiden nicht selten an sexueller Lustlosigkeit, haben Orgasmusstörungen oder sind noch nie zum Höhepunkt gekommen. Manche Frauen wissen, wie sie zu mehr Lust und zum Orgasmus kommen könnten, haben aber Schwierigkeiten, ihre Wünsche und Phantasien zu formulieren, für andere ist der Zugang zu ihrer Sexualität völlig verschlossen.

Die Gründe dafür sind so gut wie immer psychisch und können durch eine Sexualtherapie gut gelöst werden.

Das gleiche gilt für ein Verkrampfen der Scheidenmuskulatur (Vaginismus) oder für Abneigung gegen Sex oder bestimmte sexuelle Praktiken. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Scheidentrockenheit können vielfältige Ursachen haben.

Eine gründliche medizinische Abklärung ist parallel zu einer Sexualtherapie unbedingt notwendig.

Sexualstörungen bei Männern

Weit mehr als 20% aller Männer leiden an frühzeitigem Samenerguss. Die Dunkelziffer wird von Fachleuten noch höher eingeschätzt, trotzdem gilt die Erektionsstörung als das häufigste sexuelle Problem von Männern. Sexuelle Lustlosigkeit und Orgasmusstörungen folgen dicht dahinter.

Erektionsstörungen werden heutzutage häufig medikamentös behandelt. Oft aber ist eine umfassende psychologische Abklärung des Problems unerlässlich, denn auch Faktoren wie Stress oder traumatische Erlebnisse können Erektionsstörungen hervorrufen.

Bei frühzeitigem Samenerguss, oder sehr selten dem völligen Fehlen eines Samenergusses und dem Erleben eines Orgasmus, handelt es sich nach Expertenmeinung nahezu immer um ein rein psychisches Problem. Organische Ursachen dafür sind eher selten, müssen aber dennoch dringend abgeklärt und vor Beginn einer Sexualtherapie ausgeschlossen werden.

Sexualtherapie

Oft liegen sexuellen Störungen psychische Ursachen zugrunde. Das gilt genauso für Paare wie für Einzelpersonen.

In der Sexualtherapie, die sowohl als Einzeltherapie, als auch als Paartherapie durchgeführt werden kann, wird die Ursache für Ihr Problem erforscht und nach individuellen Lösungen gesucht. Das therapeutische Gespräch ist dafür wichtig und wird nicht selten von handlungspraktischen Anregungen begleitet. So gelingt es oft innerhalb kurzer Zeit zu einer deutlichen Minderung des Problems zu gelangen oder es völlig zu lösen.