Brigitte Moshammer-Peter schwerpunkte

Paartherapie

Bei Beziehungsschwierigkeiten hat sich die Behandlung durch ein Therapeutenteam sehr bewährt. Der große Vorteil liegt darin, dass in der Therapie sowohl eine weibliche, als auch eine männliche Perspektive eingenommen wird, was eine umfassende und vielfältigere Betrachtung der verschiedenen Aspekte ermöglicht. Dadurch kann schneller und einfacher eine für beide PartnerInnen zufriedenstellende Lösung des Problems gefunden werden.

Diese spezielle Art der Paartherapie führe ich gemeinsam mit Mag. Christian Fehringer durch, wahlweise in meiner Praxis oder in 1090 Wien, Rotenlöwengasse 13/15.

In modernen Partnerschaften ist nicht nur Dauer erwünscht, sondern es geht um Dauer in einer bestimmten Qualität: Das ist der (hohe) Anspruch. Was früher Paare zusammengehalten hat - gesellschaftliche Zwänge, Sanktionen, wirtschaftliche Notwendigkeiten, Status, Weltanschauung,........ - verliert an Bedeutung. Das Einzige was den Bestand einer Beziehung garantiert, ist, dass Paare und somit die PartnerInnen sich zufrieden fühlen. Geht die subjektiv gefühlte Beziehungsqualität verloren, ist der Bestand der Beziehung gefährdet.

Worin aber besteht die Beziehungsqualität, die alle anstreben, damit eine Beziehung lebenswert ist, und stabil gehalten werden kann?

Dafür gibt es keine generelle Norm, aber es gibt Erfahrungswerte, welche Qualitäten, welche Rituale in Dauerbeziehungen eine sinnvolle Unterstützung darstellen.

Es werden in der Folge, aus einer großen Vielfalt, stellvertretend einige wesentliche Punkte hier angeführt werden, um Qualität in der Beziehung halten zu können. Die Bereiche sind individuell zu gestalten und ausbaubar.

- Es werden keine genormten Qualitätsdefinitionen sein!

Kommunikation

Die Frage nach einer guten Kommunikation stellt sich bei einem frisch verliebten Paar nicht, denn frisch Verliebte reden viel miteinander. Das gemeinsame Erleben, das Zusammenpassen steht im Vordergrund. „Es geht/ging alles von selbst," sagen Paare.

Wenn der Alltag einkehrt, hat man sich an die positiven Seiten des Partners/der Partnerin gewöhnt. Es folgt Unachtsamkeit.

Alltagsrituale

Das was früher von der Gesellschaft an ritualisierten Festen vorgegeben war, gibt es zunehmend weniger. Es geht darum diesen „Entgrenzungsphänomenen" individuell etwas entgegen zu halten.

Ausgleich und Gegenseitigkeit in der Beziehung

Eine Beziehung muss fair und ausgeglichen sein. Polaritäten müssen weitgehend ausgeglichen sein.
Fairness - Bilanz in Dauerbeziehungen ist immer wieder Thema in Paarberatungen.

Verletzungen wieder gut machen

In einer Alltagsbeziehung passieren Verletzungen, es ist unvermeidbar.
Wie kann etwas, das geschehen ist, wieder ausgeräumt werden?

Erschließen gemeinsamer Sinnquellen

Das ist eine Frage in Dauerbeziehungen. Sich in Zusammenhängen erleben ergibt Sinn.

Räume für Intimität

Es ist notwendig sich Räume und ZEIT für Intimität zum schaffen, damit aus dem guten Team wieder ein Paar werden kann.

Sexualität: Wenn Sex nicht mehr stattfindet, setzt Entfremdung automatisch ein.
Es ist ein Irrglaube, dass Sexualität nur am Anfang stattfindet und dann automatisch einschläft. Das stimmt nicht! Zufriedenstellende Sexualität kann weiter bestehen, aber dafür ist auch etwas zu tun.

Privatheit akzeptieren

Kann ich meinem Partner/meiner Partnerin zugestehen, dass wichtige Lebensbereiche gelebt werden, ohne dass ich näher darüber Bescheid weiß?

Vertrauen kann nicht über Kontrolle erreicht werden. Je mehr Angst eine Beziehung bestimmt, desto mehr muss kontrolliert werden.

Sexualität

Wenn Sex nicht mehr stattfindet, setzt Entfremdung meist automatisch ein.

Es ist ein Irrglaube, dass Sexualität nur am Anfang stattfindet und dann automatisch einschläft. Das stimmt nicht!

Sexualität wandelt sich, muss aber keineswegs aufhören, oder langweilig werden. Sex braucht Raum und Zeit, oftmals geplanten Raum und geplante Zeit, vor allem aber Kommunikation. Zufriedenstellende Sexualität kann weiter bestehen, aber dafür ist auch etwas zu tun.

Krisen sind auch Chancen für eine Beziehung

Krisen sind unvermeidlich, sie können auch genützt werden. Eine Paarbeziehung ist ein lebendiges System, dass sich über die Zeit entwickelt, wandelt.
Es ist schwer zu sehen, dass das der Entwicklung dienen kann. Die entscheidende Frage ist: Zu welcher Entwicklung fordert diese Krise heraus?