Brigitte Moshammer-Peter aktuelles


Was Sie schon immer über Sex wissen wollten!


Haben auch Männer einen G-Punkt? Ist der Sex mit meinem Partner gut, obwohl wir noch nie einen gemeinsamen Orgasmus hatten? Und machen Austern und Spargel wirklich lüstern? - Kaum eine Zone, die so viele Fragen aufwirft wie die intime. Und kaum ein Thema, bei dem so viele Unwahrheiten und Mythen kursieren wie bei Liebe und Erotik. Trotz aller Aufklärung und Enttabuisierung der schönsten Nebensache der Welt sind bei Frischverliebten wie langjährigen Paaren nach wie vor viele Fragen offen. Die häufigsten hat WOMAN der Sexpertin Brigitte Moshammer (psychotherapeuting.cc) gestellt! 

Männer wollen lieber morgens, Frauen lieber abends Sex - stimmt's?

Viele Männer haben tatsächlich morgens häufig Lust auf Sex, für Frauen ist - statistisch gesehen - die beste Zeit dafür um 15 Uhr. Da die meisten Vorgesetzten mit großer Wahrscheinlichkeit nur wenig Verständnis für diese Tatsache aufbringen, bleibt Paaren wohl keine andere Wahl, als außerhalb dieser Zeiten für erotische Gelegenheiten zu sorgen. Und je mehr man über die Vorlieben des anderen Bescheid weiß, desto leichter lässt er sich auch außerhalb der dafür vermeintlich besten Zeit verführen.

Ist der Blowjob für den Mann das Höchste?

Viele Männer
geben bei diversen Umfragen den Blowjob als bevorzugte Methode an. Wie bei allen sexuellen Praktiken kommt es jedoch auch beim Blowjob auf persönliche Vorlieben an. Also besser den Liebsten fragen, als darauf zu vertrauen, dass ein Blowjob immer und mit Sicherheit höchste Wonne bedeutet.

 

Ist zehnmal zu kommen eine Frage der Technik?

 

Mehr, schneller, besser - muss man die Lust durch Anzahl der Orgasmen messen? Es mag sein, dass es Männer und Frauen gibt, die bei jedem Sexualakt zehn Orgasmen erleben können. Viel essenzieller ist es aber, den Sex so zu leben, wie er jedem Einzelnen von uns Genuss und Freude bereitet. Nicht umsonst heißt es: Sex ist so individuell wie der Fingerabdruck.

 

Besitzen alle Frauen einen G-Punkt?


Der deutsche Gynäkologe Gräfenberg (nach seinem Initial ist der G-Punkt benannt) hat sich auf die Suche nach den Lustzentren der Frau begeben. An der vorderen Scheidenwand, etwa vier bis fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt, hat er 1950 eine Zone entdeckt, die später als G-Punkt bezeichnet wurde. Der ist bei jeder Frau vorhanden und reagiert auf Berührung und Stimulation besonders sensibel. Aber nicht alle Frauen empfinden gleich. Einige kommen durch den G-Punkt sehr rasch zum Orgasmus, andere fühlen fast nichts, und manchen Frauen ist ein Berühren sogar unangenehm. 

Haben auch Männer einen G-Punkt?


Nachdem der G-Punkt der Frau entdeckt war, konnte es nicht mehr lange dauern, bis auch einer beim Mann gesucht wurde. Einige glauben, ihn im Anus gefunden zu haben, und zwar an der Stelle, an der man mit einem Finger die Prostata berühren kann. Das soll auch die Stelle sein, die Homosexuelle beim Analverkehr so lieben. Für so gut wie alle Männer gilt: Ein Streicheln des Dammes, also der Stelle zwischen Hodensack und Anus, wird als besonders angenehm erlebt. 

Sind rothaarige Frauen besonders lustvolle Liebhaberinnen?


Dieser Mythos kann ja fast nur von der Haarfärbeindustrie stammen. Leider gibt es keine Garantie dafür, dass Rothaarige begnadete Liebhaberinnen sind. 

Steigert Enthaltsamkeit die Fruchtbarkeit?


Noch immer ist der Glaube verbreitet, dass Abstinenz das Sperma anreichert. Tatsächlich weist frisches Sperma die beste Qualität an Samenfäden auf. Wer also ein Kind zeugen will, sollte darauf achten, stets tagesfrisches Sperma zu haben. Und das ist nur durch tägliche Ejakulation erreichbar. 

Ist nach 5.000 „Schuss" tatsächlich Schluss?


Wie für alle Bereiche des Körpers gilt auch für Penis, Erektions- bzw. Ejakulationsfähigkeit das Sprichwort: Use it or lose it! Samenflüssigkeit
kann bis zum Tod produziert werden, und je öfter trainiert wird, desto besser klappt es.  

Noch mehr Antworten auf Sex-Fragen gibt es in WOMAN 05/2010!  

Diashow